Projekt Messnetz

Afrika leidet nicht nur unter Wassermangel

... sondern auch unter Datenmangel

Wasserwirtschaftler und Hydrologen teilen diese Einschätzung. Der Kontinent kann nicht auf ein länderübergreifendes hydro-meteorologisches Messnetz aus Wetterstationen und Grundwassermessstellen zurückgreifen. Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Planer haben oft das Problem, dass keine oder nur unzuverlässige hydro-meteorologischen Daten zur Verfügung stehen. Aber diese sind z. B. von hoher Wichtigkeit für nachhaltige wasserwirtschaftliche und agrarwirtschaftliche Planungen. Vergleich der Dichte von Wetterstationen in Deutschland und Afrika.

Nutzbare Wasservorkommen oft nicht erfasst

Die nutzbaren Wasservorkommen sind in ihrer quantitativen, räumlichen und zeitlichen Verteilung oft nicht erfasst.
Die Daten, die bisher erhoben werden, werden nicht zentral gespeichert, sind nicht verfügbar und nicht analysiert. Wenn Daten vorhanden sind, decken sie das Gebiet selten ab oder sind nicht vergleichbar. Um diese Daten benutzen zu können, müssen sie in die international anerkannten Einheiten, SI-Einheiten, umgerechnet werden.

Negative Folgen können vermieden werden

Die negativen Folgen unzureichender Daten können auf lange Sicht vermieden werden.
Man muss wissen, wie viel Niederschlag, Abfluss und Grundwassererneuerung wann und wo erwartet werden kann. Dies ist die Basis für nachhaltige Planung im Bereich Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Wasserkraftgewinnung, Erosionsschutz usw.