Wasserkreislauf

Wasser ist ständig in Bewegung – es befindet sich im Kreislauf. Im Gegensatz zu Bodenschätzen wird es nicht verbraucht, sondern kann mehrfach verwendet werden. Die Wassermenge auf der Erde und in der Lufthülle wird auf 1.383.844.700 km³ geschätzt. Der größte Teil des Wassers (97,591 %) befindet sich in den Weltmeeren, Binnenmeeren und Salzseen. Es handelt sich hierbei um Salzwasser. Nur 2,408 % sind Süßwasser. Davon ist der größte Teil (78 %) in der Polarzone und den Gletschern gespeichert. Die restlichen 22 % Süßwasser teilen sich auf Oberflächenwasser, Grundwasser, Bodenfeuchte und Wasser in der Biomasse auf. Das sind insgesamt 7.326.700 km³ Wasser oder 0,529 % der gesamten Wassermenge auf der Erde und der Lufthülle. In der Lufthülle befinden sich 0,001 % oder 13.838 km³ bzw. 13,8 Billionen m³ Wasser.

Der Niederschlag aus der Atmosphäre ist die wichtigste Quelle für die Vegetation. Er beträgt im Jahresmittel weltweit 880 mm. Die Erde hat eine Oberfläche von 510 Billionen m². Der Gesamtniederschlag hat somit ein Volumen von 448,8 Billionen m³. Das ist ein Vielfaches dessen, was in der Lufthülle ist. Daher erneuert sich das Wasser in der Lufthülle alle 11,3 Tage.
Ein Teil des Niederschlages verdunstet, ein Teil versickert im Boden und wird zu Grundwasser. Der Teil, der nicht verdunstet oder versickert, fließt auf Oberflächen ab zu Bächen und Flüssen, die in Seen oder ins Meer münden. Die Verteilung von Niederschlägen ist auf der Erde unterschiedlich. Wo viel Niederschlag ist, kann viel Wasser verdunsten, zu Grundwasser werden oder abfließen. In den gemäßigten Zonen ist das Verhältnis von Niederschlag und Verdunstung ausgeglichen. In den Trockengebieten ist der Niederschlag geringer als die Verdunstung. Es kommt zu Wassermangel, Dürren und somit zu Ernteausfällen und Hungersnöten.

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