Projekt Messnetz

Nachhaltigkeit

In einer Welt, in der der schnelle Erfolg zählt, ist es umso dringender, dass umgehend mit der Arbeit begonnen werden kann.

Das Projekt erfordert eine kontinuierliche, sich über viele Jahre erstreckende Arbeit. Messreihen von mindestens fünf, besser sogar zehn Jahren müssen ausgewertet werden, damit genaue, aussagekräftige Ergebnisse zur Verfügung gestellt werden können. Die statistische Sicherheit steigt Jahr für Jahr.

Technische Nachhaltigkeit

Datenübertragung via Satellit

Es handelt sich um ein Messnetz mit Datenübertragung über Satellit. So ist sichergestellt, dass Fehler in der Messwerterfassung schneller als sonst erkannt werden. Durch die stündliche Übertragung ist ein Ausfall der Messstation schnell zu erkennen.

Die eintreffenden Daten können sofort auf Plausibilität geprüft werden. Erscheinen sie nicht plausibel, kann das Personal vor Ort informiert und eine Überprüfung der Messstation angeordnet werden. Um zu vermeiden, dass Daten nicht übertragen werden, weil dem GPS nicht genug Satelliten zur Verfügung stehen, wird mit einer redundanten Datenübertragung von einer Stunde gearbeitet. So wird eine Übertragungssicherheit von über 99,5 % erreicht.

Bei traditionellen Messstationen werden die Messergebnisse analog auf Papierstreifen aufgezeichnet oder digital gespeichert.

Diese werden in der Regel im Monatsrhythmus ausgelesen (bzw. im Wartungs- oder Kontrollzyklus). Daher führen fehlerhafte Geräte oder Sensoren zu Datenausfall von bis zu einem Monat.

Der Betrieb des Messnetzes geht auch in Kriegs- und Krisenzeiten weiter, da die Daten per Satellit übermittelt werden. Daten von ausgefallenen Messstationen können aber auch weitgehend durch statistische Methoden rekonstruiert werden.

Finanzielle Nachhaltigkeit

Weniger Geld in den Sand setzen

Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und deren Partner können für ihre Projekte die erforderlichen statistischen Zahlen und Analyseergebnisse kaufen.
Projektplaner sparen dadurch viel Zeit und Geld, was sonst investiert werden müsste, um Daten vor Ort zu beschaffen: Die Kosten für Flug, Unterkunft, Verpflegung und Transport entfallen.
Mitunter fehlen die Daten ganz und der betriebene Aufwand, Daten zu finden, erweist sich als vergebens. Dann hilft oft nur noch der kurzfristige Aufbau eigener Messstationen vor Projektbeginn, was mit hohem finanziellem Aufwand verbunden ist und in der Kürze der Zeit keine verlässlichen Daten liefern kann.

Unsere Produkte wie z. B. Niederschlagsdaten, Regenreihen, Abflussdaten, Verdunstungswerte, Isohypsen und Wiederkehrwahrscheinlichkeiten, um nur einige zu nennen, ermöglichen den Planern höhere Planungssicherheit bei geringerem finanziellem und zeitlichen Aufwand und dadurch nachhaltigen Projekterfolg.

Vergleichbare Messwerte, die auf langen Beobachtungsreihen basieren, sind die Grundlage dafür.

Durch nachhaltige Projekte sinken die Folgekosten. Das so eingesparte Geld steht für weitere Vorhaben zur Verfügung.

Die wirtschaftliche Situation der Länder, in denen ein solches Messnetz aufgebaut und betrieben wird, wird sich mittel- und langfristig verbessern. Diese Länder werden dann selbst in der Lage sein, die finanziellen Mittel zum Betrieb des Messnetzes aufzubringen.

Sobald sich die wirtschaftliche Situation verbessert, werden die Geldgeber der Weltgemeinschaft, der UNO, der EU und die reichen Industrieländer weniger Nothilfeprogramme wie z. B. bei Dürren finanzieren müssen.
Weitere positive Nebeneffekte sind z. B.

  • Vermeidung von Kriegen um das Wasser
  • Weniger Menschen werden ihre Heimat verlassen müssen
Ökologische Nachhaltigkeit

Wüstenausbreitung und Versteppung stoppen

Wenn genaue Kenntnis über Wasservorkommen vorliegen, kann man bei neuen Projektplanungen negative Folgen für die Umwelt vermeiden. Als Beispiel seien hier sinkende Grundwasserspiegel, das Absterben der Vegetation und die Ausbreitung der Wüsten genannt. Andererseits lässt sich ein bereits versalzter, unfruchtbarer Boden durch Auswaschung wieder fruchtbar machen, wenn die Verdunstung bekannt ist. Für neue Technologien wie z.B. Alpha-Spring, basierend auf Sorption, kann anhand der gewonnenen Daten ein günstiger Standort zur Wassergewinnung in Trockengebieten gefunden werden.

Dieses Wasser könnte genutzt werden für die

  • Entsalzung versalzter Böden
  • Feldbewässerung
  • Wasserversorgung der Bevölkerung

Durch die Gewinnung von Wasser aus der Lufthülle mittels Alpha-Spring wird in dem betreffenden Gebiet wieder der Grundwasserspiegel steigen. Ein solches Projekt hat keine negativen Auswirkungen auf die Natur und Ökologie. Es ermöglicht vielmehr nachhaltiges Wirtschaften mit der Ressource Wasser. Zuerst braucht man jedoch meteorologische Daten, um geeignete Standorte ausfindig zu machen.

Sozio-kulturelle Nachhaltigkeit

Landwirtschaft

Mit verlässlichen hydro-meteorologischen Daten kann aktiv geplant werden. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen können durch nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorkommen dauerhaft erhalten werden. Dem Absinken des Grundwasserspiegels kann entgegengewirkt werden, die Flächen können sich im günstigsten Fall wieder erholen. Ebenso können Versalzungen durch ausreichende Bewässerung vermieden werden. Gezielte Ressourcen schonende Bewässerungstechniken können den Ertrag steigern. Das wirkt der Landflucht und Verstädterung und damit der Slumbildung entgegen.

Brunnen

Wenn der Brunnenbau auf gesicherte Wasserhaushaltsgrößen basiert, profitieren vor allem Frauen und Kinder langfristig. Ein Versiegen der Brunnen ist dann unwahrscheinlich und weite Wege zum nächsten Brunnen entfallen. Es muss daher weniger Zeit für das mühsame und mitunter nicht ungefährliche Wasserholen verwendet werden.

Das bedeutet, dass vor allem Mädchen und Frauen mehr Zeit für Schule und Lernen haben. Dies ermöglicht ihnen eine bessere Bildung. Bildung ist Kapital für das Land, denn dadurch wird die Leistungsfähigkeit verbessert und die Volkswirtschaft profitiert.