Armut, Hunger und die Weltwirtschaft

Die Inderin Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises 1993, sagte, dass man mit Wirtschaftswachstum allein nicht weiter komme. „Die Natur und die Gesellschaft müssen in den Vordergrund gerückt werden“, so die Nobelpreisträgerin. Ihrer Meinung nach müssen sich „die Menschen ihre Demokratie zurückerobern“, sonst können Armut und Hunger nicht überwunden werden. "Wir erleben gerade, wie das Weltwirtschaftssystem finanziell, ökologisch und politisch zusammenbricht."

Dem widersprachen Manfred Konukiewitz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Klaus Rudischhauser von der Europäischen Kommission im Forum „Politische Verantwortung: Konzepte für eine nachhaltige Entwicklungspolitik“ mit den Worten „Ohne Wachstum geht es nicht“. Sie sind der Meinung, dass Wachstum die Voraussetzung für Wohlstand ist. Ihrer Meinung nach ist Europa sonst nicht in der Lage die 50 Mrd. Euro pro Jahr für Entwicklungshilfe aufzubringen.

Jürgen Baisch vom Institute Water for Africa entgegnete, dass es nur eines jährlichen Betrags, der im Promille-Bereich des BMZ-Budgets liegt, bedarf, um die Grundlagen für eine nachhaltige Wasserwirrtschaft in Afrika zu legen. Als Beispiel führte er an, dass Afrika nur 888 Messstationen besitzt. Deutschland hat auf seiner vergleichbar kleinen Fläche 1150 Messstationen.

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