Was ist das Problem?

Das Missionskrankenhaus besitzt keine Wasserversorgung im eigentlichen Sinn, d.h. fließend Wasser gibt es nicht.

Auf dem Gelände steht eine Handpumpe, die allerdings defekt ist. Da sie keine Markenware ist, gibt es keine Ersatzteile. Ganz abgesehen davon kann man mit einer Handpumpe keine Wasserversorgung herstellen, sondern nur Kanister füllen.

Momentan wird das Wasser mit Kanistern aus einem etwa 1 km entfernten Bach geholt und in Plastikbehälter in den Räumen gefüllt. Diese haben einen Wasserhahn, unter dem eine Schüssel steht, in der das Schmutzwasser aufgefangen wird. Die Schüssel dient als Waschbecken. Die hygienischen Zustände sind entsprechend schlecht.

Können wir Wasser bekommen?

Die Leitung des Missionskrankenhauses hat uns gefragt, ob sie eine Wasserversorgung wie das Krankenhaus in Adi bekommen können. Aus unserer Sicht sind die Zustände für ein Krankenhaus, an dem Menschen wieder gesund werden sollen, nicht haltbar. Deswegen haben wir entschieden, dieses Projekt in Angriff zu nehmen.

Das Projekt beinhaltet folgende Arbeiten:
  • Überprüfen, ob das alte Bohrloch, in dem die defekte Handpumpe installiert ist, genug Leistung (Liter je Stunde) bringt. Dazu wird ein Pumpversuch durchgeführt.
  • Wenn das Bohrloch genug Wasser liefert, wird dort eine Solarpumpe installiert. Ansonsten muss auf dem Krankenhausgelände mit einer geophysikalischen Messung ein neuer Ort für eine Bohrung ausfindig gemacht werden. In ihm wird eine Solarpumpe installiert.
  • Das Wasser wird bei Sonnenschein in einen 10 Meter hohen Hochbehälter gepumpt. Von dort fließt das Wasser mit genügend Druck in die noch zu bauenden Versorgungsleitungen ins Krankenhaus.
  • In den Räumen werden Waschbecken installiert.
  • Das verschmutzte Abwasser wird in Abwasserleitungen zu Sickergruben geführt. Die Sickergruben werden sich außerhalb des Fassungsbereichs des Grundwassers befinden.

Folgende Arbeiten haben wir bereits durchgeführt

Mai / Juni 2018 - Vermessungsarbeiten

Wir haben das Missionsgelände, auf dem sich das Krankenhaus, eine Kirche und weitere Häuser befinden, vermessen und davon einen Bestandsplan mit Höhenlinien erstellt.
Er dient zum Festlegen des Leitungsverlaufs, zum Drucklinie berechnen usw.

Dezember 2019 - Bohrung

Das Missionskrankenhaus hat einen Hydrogeologen und eine Bohrfirma beauftragt, eine vielversprechende Stelle für eine Bohrung auf dem Gelände ausfindig zu machen.

Leider war die Arbeit des Hydrogeologen nicht sonderlich gut. An der berechneten Stelle waren in 84m Tiefe nur 500 Liter Wasser / Stunde vorhanden. Das ist zu wenig für eine Wasserversorgung.

2020 - keine Arbeiten

Während der Covid-19 Pandemie war Reisen nach Uganda und von dort in die Demokratische Republik Kongo nicht möglich.

April 2021 - 2. Hydrogeologische Untersuchung und Pumpversuch

Wir haben haben unseren lokalen Partner DIVINE AID aus Lira, Uganda mit einer neuen hydrogeologischen Untersuchung mittels Terrameter beauftragt. Es wurden zwei Stellen ausfindig gemacht. Die erforderliche Bohrtiefe beträgt 120m.

Die bestehende defekte Handpumpe haben wir abgebaut und einen Pumpversuch durchgeführt. Das Ergebnis des 24-stündigen Pumpversuches ist, dass maximal 1.100 Liter Wasser pro Stunde zur Verfügung stehen.

Der Brunnen wurde 2007 nicht fachmännisch gebohrt und war deswegen sehr versandet. Er ist nur noch 31 m tief und eignet sich deswegen nicht für den Bau einer Wasserversorgung.

Die nächsten Schritte...

  • Als erstes wird an der neu berechneten Stelle gebohrt - 120m tief.
  • Danach ist ein Pumpversuch notwendig, um zu messen, wie viel Wasser pro Stunde zur Verfügung steht.
  • Aufgrund dieses Wertes wird die Pumpe ausgewählt und ein Hochbehälter gebaut.
  • Von dort wird eine Hauptwasserleitung zum Krankenhaus gelegt.
  • Ist genug Wasser vorhanden, wird auch die etwa 300m entfernte Schule an die Wasserversorgung angeschlossen.

... gehen Sie mit?

ALTRUJA-PAGE-TJ5T-DE
Iwfa Logo

Silcherstr. 74

71384 Weinstadt, Deutschland

+49 - 7250 9 29 98 40

Schreiben Sie uns

Spendenkonto

Evangelische Bank eG

IBAN: DE76 5206 0410 0005 0240 13

BIC: GENO DE F1 EK1

Jetzt Newsletter abonnieren

Bitte JavaScript aktivieren, um das Formular zu senden

Folge uns