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Trinkwasser Spende - Hand fängt frisches Wasser auf

Bei uns kommt Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn. Wir nutzen es zur Körperhygiene, zur Zubereitung von Mahlzeiten oder Trinken es direkt. Kaum jemand verschwendet einen Gedanken daran, dass es uns schaden könnte oder wir krank werden könnten. Dieser Luxus von sauberem Wasser ist nicht in allen Ländern gegeben.

Grenzwerte für sauberes Wasser

Dass wir uns beim Benutzen des Leitungswassers keine Gedanken machen müssen, verdanken wir der Trinkwasserverordnung: Ein Auszug aus der deutschen Trinkwasserverordnung - §4, Abs. 1: Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein. … In der Trinkwasserverordnung sind die Grenzwerte für verschiedene Inhaltsstoffe festgelegt.

Andere Länder haben ihre eigenen Grenzwerte. Hat ein Land keine eigenen Grenzwerte, nehmen wir in unseren Hilfsprojekten in Afrika die Werte der WHO (World Health Organization) als einzuhaltende Grenzwerte an.

Verschmutztes Wasser

Wasser, das nicht die Grenzwerte einhält, ist kein Trinkwasser. Es ist verschmutztes Wasser und kann krank machen und zum Tod führen: Durchfallerkrankungen wie Cholera und Typhus, und Wurmerkrankungen wie Bilharziose können die Folge sein. Sie enden unter Umständen tödlich. Täglich sterben etwa 4.000 Kinder an diesen vermeidbaren Krankheiten.

Frau schöpft Wasser aus dem Fluss

Bakterielle Verunreinigung

Wasser aus Flüssen, Bächen, Tümpeln und Seen in Afrika ist meistens verschmutzt, auch wenn es sauber aussieht. Schwebstoffe kann man mit bloßem Auge erkennen. Um sicherzustellen, dass keine Bakterien enthalten sind, muss das Wasser im Labor untersucht werden. Besonders berüchtigt sind Escherichia coli, kurz E. Coli. Sie kommen im Darm von Mensch und Tier vor und verbreiten sich durch mangelnde Sanitäreinrichtungen und tierische Fäkalien im Dorf, auf der Wiese, im Feld usw. Bei Regen werden sie mit versickerndem Regenwasser in den Boden gespült. Sie können das sonst meistens saubere Grundwasser kontaminieren. Der Boden hat jedoch eine Selbstreinigungskraft. Je länger der Weg des versickernden Regenwassers, Sickerwasser, ist, desto größer ist die Chance, dass die Bakterien abgebaut sind, bevor sie den Grundwasserspiegel erreichen. Bei einer Grundwasserstand ab 60 Meter Tiefe, kann man in der Regel davon ausgehen, dass das der Fall ist.

Chemische Verunreinigung

In den ländlichen Gebieten Afrikas sind chemische Verunreinigungen des Grundwassers selten. Industrie ist kaum vorhanden, extensive Landwirtschaft ebenso. Es gibt jedoch chemische Verbindungen, die in hohen Mengen ungesund sind. Fluorid z.B. kommt im Vulkangestein des Ostafrikanischen Grabenbruchs vor. Zu viel davon im Wasser führt zur Fluorvergiftung. Gelöste Calcium- und Magnesiumionen sind keine Verunreinigung. Ihre Konzentration entscheidet darüber, ob das Wasser weich oder hart ist.

Du willst Trinkwasser spenden? So wird verschmutztes Wasser zu Trinkwasser

Verschmutztes Wasser kann durch Aufbereitung trinkbar gemacht werden. Wie es aufbereitet werden muss, hängt von den Analyse-Ergebnissen der Laboruntersuchung ab. Unterstütze unsere Aufbereitung und die Aufklärungsarbeiten.

▸ Trinkwasser spenden

Junge mit zwei Wasserflaschen - trüb und klar
Wasser wurde in nur 50 Minuten mit Moringa-Samen aufbereitet

Schwebstoffe entfernen

Schwebstoffe lassen sich durch

  • Sedimentation (Absetzen lassen)
  • natürliche Flockung mit Moringa-Samen

entfernen. Das klare Wasser kann man dann mit einem Becher, einer Tasse abschöpfen. Mit einem Filter aus Sand / Steinen lässt sich das Wasser ebenso von Schwebstoffen befreien.

Bakterien und Viren abtöten

Folgende Methoden können hierfür angewandt werden:

  • Abkochen, mindestens 5 Minuten. Das Wasser muss sprudeln.
    Das ist relativ teuer, da Holzkohle und Feuerholz teuer sind.
  • Moringa-Samen
    Zu Pulver zermahlene Moringa-Samen werden in Wasser aufgelöst. Das Wasser wird 10 Minuten lang umgerührt. Nach etwa 40 Minuten haben sich die Schwebstoffe abgesetzt und etwa 99% der Keime sind abgetötet. Das klare Wasser kann mit einem Gefäß vorsichtig abgeschöpft und getrunken werden.
  • SODIS – Desinfektion mit Sonnenlicht
    Eine klare PET-Flasche ganz mit Wasser füllen und auf ein Wellblechdach oder Strohdach legen. Ein Wellblechdach ist in dem Fall besser, da es das Sonnenlicht besser reflektiert. Bei wolkenlosem Himmel reichen 6 Stunden, sonst entsprechend länger. Das UV-Licht und die Wärme töten viele Keime ab.
  • Chlorung
    Mit Elektrolyse lässt sich aus Wasser und Kochsalz auf sehr einfache und günstige Weise Natriumhypochlorit herstellen. Ein paar Milliliter genügen, um 20 Liter Wasser, einen Kanister voll, aufzubereiten.
  • Wasserfilter mit Membran aus Keramik
    diese Filter sind für kleine Wassermenge unterwegs gebräuchlich.

Mit Chlorung lassen sich mehrere tausend oder sogar mehrere zehntausend Liter Wasser am Tag aufbereiten. Alle anderen genannten Methoden sind für kleine Wassermengen praktikabel. Sie eignen sich gut für einen Haushalt. Das aufbereitete Wasser verwendet man zum Trinken und zum Zubereiten von Mahlzeiten.

Gruppe am Seminartisch
Workshopteilnehmer lernen die Herstellung von Natriumhypochlorit

Zur Feldbewässerung und für Viehtränken benötigt man große Wassermengen. Dazu eignet sich Grundwasser. Es wird mit einer Handpumpe oder Solarpumpe gefördert.

Ein Brunnen ist wichtig – aber er löst nicht automatisch das Trinkwasserproblem. Selbst ein neu gebauter Brunnen kann Wasser liefern, das ohne weitere Aufbereitung krank macht. Brunnen müssen gepflegt, repariert und überwacht werden.

Wasser – Lebensmittel #1

Wasser wird, im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten wie Benzin oder Diesel, nicht verbraucht. Es wird bewirtschaftet und befindet sich im Kreislauf. Wasser kommt als Niederschlag zu Erde. Dort fließt ein Teil auf Straßen und Wegen in Bäche, Flüsse und dann ins Meer. Ein Teil des Niederschlages verdunstet, ein Teil versickert und wird zu Grundwasser. Ein weiterer Teil verdunstet und wird zu Wasserdampf. Dieser bildet Wolken, die sich wieder abregnen. Ein Regentropfen ist etwa 10,8 Tage alt.

Wasser muss sorgsam behandelt werden. Es kann etwa sieben mal wiederverwendet werden, bevor es aufbereitet werden muss. Es ist unser wichtigstes Lebensmittel. Ohne Wasser können wir maximal drei Tage überleben. Daher ist es lebenswichtig, Wasser zu spenden.

  • Das Recht auf Leben ist ohne Wasser nicht möglich.
  • Das Recht auf Nahrung und der Schutz vor Hunger ist ohne Wasser nicht möglich.
  • Das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit ist ohne sauberes Wasser nicht möglich.

Deshalb ist das Recht auf sauberes Wasser ein Menschenrecht. So beschloss es die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 28. Juni 2010 in einer Resolution. In ihr heißt es, sauberes Wasser sei „unverzichtbar für den vollen Genuss des Lebens und aller Menschenrechte“.

Wasser spenden - sauberes Wasser verändert Leben.

Mit einer Trinkwasser Spende investierst Du direkt in die Aufbereitung von verschmutztem Wasser – dort, wo Menschen täglich darum kämpfen, genug sauberes Wasser zu finden.

Deine Spende sorgt dafür, dass einfache, zuverlässige Aufbereitungstechniken vor Ort eingesetzt werden: Schwebstoffe werden entfernt, Bakterien und Viren abgetötet und aus schmutzigem Wasser wird sicheres Trinkwasser.

▸ Trinkwasser spenden

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Spendenkonto

Empfänger:
Institute Water for Africa e.V.
Bank:
Evangelische Bank Kassel
IBAN:
DE76 5206 0410 0005 0240 13
BIC:
GENO DE F1 EK1